Worum geht es hier?

Auf dieser Website finden Sie Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten rund um das Projekt „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ in der Modellregion Schleswig-Flensburg. Neben den Informationen zum Projekt und Hinweisen auf aktuelle Entwicklungen und Termine haben Sie schon jetzt die Möglichkeit, sich direkt zu beteiligen: In unserer Umfrage können Sie angeben, wo Sie sich derzeit versorgen und welche Fortbewegungsmittel Sie dafür nutzen.

Warum ist es notwendig, sich mit Versorgung & Mobilität im ländlichen Raum auseinanderzusetzen?

Der demographische Wandel – die Bevölkerung nimmt ab und der Altersdurchschnitt steigt – betrifft  zukünftig insbesondere viele ländliche Regionen. Gleichzeitig ziehen Jugendliche und junge Erwachsene oft in Großstädte; Dörfer und Städte in ländlichen Regionen werden kleiner und die Menschen im Durchschnitt älter. Es entstehen neue Herausforderungen – zum Beispiel schließen immer mehr Geschäfte, Fachkräfte wandern ab und wichtige Einrichtungen wie Ärzte fehlen. Insbesondere für Jugendliche und Senioren wird es dann immer schwieriger, Alltägliches zu erledigen, da viele Orte nur mit einem eigenen Auto zu erreichen sind.
Wie sieht der Kreis Schleswig-Flensburg im Jahr 2030 aus? Die Bevölkerungsprognose berechnet, wie sich die Bevölkerung im Kreis unter Berücksichtigung bestimmter Annahmen bis zum Jahr 2030 entwickelt. Zugrunde liegen Annahmen wie zum Beispiel eine konstante Geburtenrate oder ein Absinken der Sterbeziffer. Dies zeigt, dass die Prognose nach dem Wenn-Dann-Prinzip zu verstehen ist. Ausführliche Informationen zum methodischen Vorgehen beim Erstellen der Bevölkerungsprognose und zu den Annahmen finden Sie hier.
Die Bevölkerungsentwicklung setzt sich aus zwei Kenngrößen zusammen: Einerseits wird die natürliche Entwicklung betrachtet, die aus dem Verhältnis von den Geburten und Sterbefällen gespeist wird. Andererseits spielen Wanderungsentwicklungen eine Rolle. Diese setzen sich aus dem Verhältnis von Zu- und Abwanderungen zusammen. Die natürliche Entwicklung und die Wanderungsentwicklung ergeben zusammen die Bevölkerungsentwicklung. Die Bevölkerungsentwicklung für den Prognosezeitraum – hier bis 2030 - wird im Verhältnis zu einem bestimmten Basisjahr (hier 2015) berechnet. Die Karten zur Bevölkerungsprognose spiegeln die relative Entwicklung wieder und die Werte sind entsprechend in Prozent angegeben.
Je nachdem welche Altersgruppe man betrachtet, fallen die Werte für die relative Bevölkerungsentwicklung im Kreis Schleswig-Flensburg unterschiedlich aus, so dass keine vereinheitlichten und pauschalen Aussagen getroffen werden sollten. Jedoch zeichnet sich ein klarer Trend ab: Die Bevölkerung wird älter und es wird weniger Kinder geben. In einigen, vor allem ländlichen Teilregionen des Kreises, zeichnen sich starke Alterungsprozesse ab. Andere scheinen besser dazustehen und insbesondere die Stadt-Umland-Bereiche zeigen eigene Entwicklungstrends auf. Werfen Sie hier einen Blick auf die Karten.

 

Eine Übersicht der aktuellen Bevölkerungsprognose für den Kreis Schleswig-Flensburg bis 2030 können Sie übrigens hier herunterladen.

Was heißt LaSiVerMob?

LaSiVerMob ist die Abkürzung des Modellprojektes „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“. Der Kreis Schleswig-Flensburg ist eine von deutschlandweit 18 Modellregionen, die das Vorhaben umsetzen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit rund 350.000 Euro gefördert und unterstützt von der Hochschule Neubrandenburg und dem InnoZ Berlin.
Der Startschuss für das Projekt ist bereits 2016 gefallen – Mitte 2018 soll ein kreisweites Konzept stehen. Die abschließenden Ergebnisse und Vereinbarungen werden für die Arbeit von Kreis, Ämtern und Gemeinden noch viele Jahre hilfreich sein.

In unserem Flyer erfahren Sie mehr zum Projekt.

 

Welche Ziele hat LaSiVerMob?

Wie ist die aktuelle Versorgungssituation im Kreisgebiet, wo gibt es zukünftig Engpässe und wie können diese vermieden werden? Wie kann die Erreichbarkeit wichtiger Einrichtungen für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten und zukünftig verbessert werden? Antworten auf diese Fragen und passende Lösungen für die Zukunft sind Ziele des Projekts.
Hierfür sollen neue Formen der Zusammenarbeit gefunden und das Bewusstsein für eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft des ländlichen Raums geschärft werden.
Konkret wird ein kreisweites Kooperationsraumkonzept entstehen. In diesem Konzept werden Kooperationsräume abgestimmt, in denen an günstig gelegenen Standorten Infrastruktureinrichtungen gebündelt werden – beispielsweise Ärzte, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeiteinrichtungen. So bietet sich auch die Chance, neue, bessere Angebote zu schaffen – zum Beispiel durch die Kombination verschiedener medizinischer Leistungen unter einem Dach.
Diese Standorte sollen mit Bus und Bahn, Fahrrädern oder mit eigenen oder geteilten Kraftfahrzeugen gut erreichbar sein. Mit dieser Verbindung von standortplanerischen und verkehrsplanerischen Ansätzen soll sichergestellt werden, dass die Menschen im Kreis Schleswig-Flensburg auch in Zukunft gut versorgt und mobil bleiben.

Wie läuft der Prozess ab?

Seit dem Projektstart Anfang 2016 wurde eine gute Datengrundlage als Basis für die weiteren Schritte erarbeitet. Im anschließenden Arbeitsprozess sind viele verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft direkt eingebunden. Dadurch wird eine möglichst breite Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte erreicht.
Um spätere Maßnahmen entsprechend der Bedürfnisse vor Ort zu entwickeln, wird nach einer ersten regionalen Arbeitsphase ab Sommer 2017 in bis zu drei Piloträumen an konkreten Lösungen für gute Versorgung und Mobilität gearbeitet.
Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger des Kreises auf verschiedenen Wegen laufend an dem Prozess beteiligt.
Durch diese Vielzahl von Bausteinen kann bis zum Ende des Projekts ein auf allen Ebenen abgestimmtes und gelebtes Kooperationsraumkonzept entstehen.

Wie kann ich mich beteiligen?

Sie können sich an dieser Umfrage beteiligen und uns mitteilen, welche Standorte für Ihren Alltag von besonderer Bedeutung sind – also wo beispielweise Ihr Arbeitsplatz, Ihr Hausarzt oder viel besuchte Freizeitorte sind und wie Sie diese Orte erreichen.
Ab Sommer 2017 können Sie auf dieser Plattform im Austausch mit Anderen auch über Lösungsansätze diskutieren und sich so direkt in den Prozess einbringen.
Neben gezielten Veranstaltungen, wie Schülerworkshops, finden auch verschiedene öffentliche Veranstaltungen (z.B. Regionalkonferenzen) statt, zu denen wir Sie herzlich einladen und uns über rege Beteiligung freuen. Termine zu einzelnen Veranstaltungen und Informationen über aktuelle Entwicklungen finden Sie unter der Rubrik Aktuelles. Melden Sie sich auch bei unserem Newsletter an, wir halten Sie auf dem Laufenden!
 

Was passiert mit den Ergebnissen aus der Umfrage?

Die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Schleswig-Flensburg soll bei dem Projekt im Mittelpunkt stehen. Somit dienen die Ergebnisse direkt dazu, ein gutes Konzept für die Versorgung und Mobilität im Kreis Schleswig-Flensburg zu erstellen. Hierfür werten wir Ihre Antworten aus: Welche Standorte sind in unserem Kreis für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig? Wo fehlt es an öffentlichem Nahverkehr? Welche Alternativen zur klassischen Versorgung können Sie sich vorstellen? Die Ergebnisse werden von uns veröffentlicht und können auf dieser Website heruntergeladen werden.

Wer ist verantwortlich für das Projekt?

Verantwortlich für das Projekt ist der Kreis Schleswig-Flensburg und dort das Sachgebiet Regionalentwicklung. Sie erreichen die Geschäftsstelle immer dienstags, mittwochs und donnerstagvormittags unter 04621 87-675 oder per Mail: lasivermob [ät] schleswig-flensburg.de

Was passiert mit den Ergebnissen und Kommentaren auf der Dialogplattform?

In dem Dialogforum sind wir an einem offenen, konstruktiven Austausch interessiert. Sie sind gefragt anzugeben, welche Lösungsansätze Sie in bestimmten Regionen als sinnvoll erachten, welche weniger und warum. Ihre Perspektive zählt - denn die Meinungen, Ideen und Informationen, die sich aus den Diskussionen ergeben, fließen in unseren Planungsprozess mit ein. Um auf der Dialogplattform diskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Es genügt jedoch die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und eines Namens oder Pseudo-Namens. Für die Nutzer der Plattform ist nur der angegebene Name sichtbar.